Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) will die konkurrierende Agentur dapd wegen Verletzung ihrer "Marken- und Kennzeichenrechte" verklagen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in der heutigen Mittwochsausgabe. Die "FAZ" beruft sich gemäss kress.de auf ein Schreiben, in dem die dpa ihre Gesellschafter über die geplante Klage informierte. Zu den 189 Medienunternehmen, die Gesellschafter der dpa sind, gehört auch die "FAZ".
Das Kürzel dapd, das der Konkurrent verwendet, sei ein "bewusst gewähltes Kunstwort", argumentiert die dpa laut "FAZ". Es führe zu Verwechslungen. Immer wieder sei "dpad" statt "dapd" zu lesen. Zudem werfe die dpa der dapd vor, die Benennung der Dienste zu kopieren. Der Nachrichtendienst heisse "Basisdienst", die regionalen Dienste "Landesdienste" und der Ratgeberdienst "Themendienst".
Der Namensstreit ist nicht die einzige Auseinandersetzung zwischen den Agenturen: Im Januar legte laut kress.de die dpa gegen die Entscheidung des Auswärtigen Amtes, Nachrichten künftig vom Konkurrenten dapd zu beziehen, Beschwerde ein. (kress.de)

