14.01.2003

Wissenschaftsjournalisten

Globale Lobbygruppe für bürgernahe Berichterstattung gegründet

Mehr Ressourcen, Personal, Platz und Sendezeit für Wissenschaft in den Medien.

Auch Wissenschaftsjournalisten stellen sich der Globalisierung und ihrer sozio-ökonomischen Herausforderungen für die Fortentwicklung und Stabilität der Welt. Auf der Weltkonferenz in Brasilien beschlossen 320 Teilnehmer aus 26 Ländern die Gründung eines Weltverbands der Wissenschaftsjournalisten, die so genannte "World Federation of Science Journalists" (WFSJ). Die Föderation versteht sich als globaler Dachverband von nationalen und transnationalen Organisationen von Wissenschafts-, Technologie-, Gesundheits-, Medizin- und Umweltjournalisten. Ziel der Lobbygruppe ist die bürgernahe Berichterstattung und die Bekämpfung des wissenschaftlichen Analphabetismus großer Teile der Weltbevölkerung. Laut Präambel der Verfassung will die WFSJ auch die grossen wissenschaftlichen und technologischen Fragen des 21. Jahrhunderts transparent machen.

"Wissenschaftsjournalisten sind nicht länger Übersetzer und Sprachrohre der Wissenschaftler, sondern gewissenhafte Kritiker und Kommentatoren, die die Welt der Wissenschaft mit dem alltäglichen Leben gewöhnlicher Menschen verbinden", verlangt die Präambel. Wissenschaftsjournalisten sollten Licht in den Prozess wissenschaftlicher Erkenntnissuche sowie Untersuchungsmethoden bringen und die Öffentlichkeit über den sozialen, ökonomischen und politischen Kontext von Wissenschaft und Technologie ebenso wie deren Einfluss auf die Gesellschaft aufklären.

Die WFSJ versteht sich als Lobbygruppe, mit dem Ziel, sich weltweit und insbesondere in Länden der Dritten Welt für eine bessere Aus- und Fortbildung von Wissenschaftsjournalisten stark zu machen. Bei Eigentümern und Managern von Medien wird sich die WFSJ dafür einsetzen, dass diese mehr Ressourcen, Personal, Platz und Sendezeit für wissenschaftliche Themen bereitstellen.


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