26.04.2013

Westschweiz

Gut 100 Journalisten protestieren gegen Tamedia

Demonstranten machen sich wenig Hoffnung.
Westschweiz: Gut 100 Journalisten protestieren gegen Tamedia
Vor dem Zürcher Kongresshaus, wo am Freitagnachmittag die Tamedia-Generalversammlung stattfindet, haben sich inzwischen rund 20 Zürcher Journalisten und Gewerkschaftsvertreter versammelt, um gegen die Sparpläne zu demonstrieren.
 
Sie machen sich allerdings wenig Hoffnung. Man werde den Aktionären den Antrag auf Dividenden-Halbierung machen. Aber man glaube nicht, dass dieser auch akzeptiert werde, weil sich die Mehrheit der Aktien in Familienbesitz befinde, sagte ein Gewerkschafts-Sprecher.
 
 
Die Demonstranten stellten ein Sparschwein auf, aus dem Geld quillt - stellvertretend für die Aktionäre, die man nicht überfüttern solle. Daneben ein leerer Topf, der Arbeitsplätze und Qualität beim Medienhaus Tamedia symbolisieren sollte.
 
Die Westschweizer Delegation der Demonstranten kam inzwischen in Zürich an. Zusammen wollen Deutschschweizer und Romands die Aktionäre begrüssen und sie dazu auffordern, auf die Hälfte der Dividende von 4.50 Franken zu verzichten.
 
 
Tamedia kündigte Ende März ein Sparprogramm von 34 Millionen Franken für die nächsten drei Jahre an. In der Westschweiz müssen knapp 18 Millionen Franken gespart werden, in der Deutschschweiz 16 Millionen.
 
Verglichen mit den Protesten in der Westschweiz reagieren die Zürcher Journalistinnen und Journalisten zurückhaltend. Zu grossen Unmutsbekundungen kam es seit Bekanntgabe der Sparpläne nicht. Auch der Aufmarsch vor dem Kongresshaus am Freitag war eher spärlich. (sda)
 
 
 
 
 
 

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