Das Wirtschaftblatt "Financial Times" hat sich im ersten Quartal dieses Jahres mit einem "schwachen" Anzeigenmarkt konfrontiert gesehen, wie es der Mutterkonzern Pearson formuliert. Die Anzahl der Online-Abonnenten für die digitale Version des Blattes ist jedoch gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um vier Prozent auf 328'000 angewachsen.
Werbekampagnen im zweiten Quartal
Die Einnahmen der Pearson-Gruppe sind im ersten Quartal leicht um ein Prozent gesunken und haben sich auf rund 1,2 Milliarden Pfund (1,41 Milliarden Euro) belaufen. Zu dem Medienkonglomerat zählt auch der weltweit bekannte Buchverlag Penguin Books. Wesentliche Treiber für die Verkaufszahlen des Verlages sind Bestseller von Jamie Oliver, Harlan Coben und Nora Roberts. Die lang vorbereitete Fusion mit Random House hat aus Brüssel bereits grünes Licht bekommen.
Mitausschlaggebend für die schwächelnden Werbeeinnahmen der "Financial Times" in den ersten drei Monaten ist laut Pearson der Umstand, dass ein Grossteil der Werbekampagnen erst für das zweite Quartal geplant ist. 2012 seien diese jedoch bereits im ersten Quartal durchgeführt worden. Der Mutterkonzern selbst hat unlängst angekündigt, eine Dividende von 30 Pence je Aktie auszuschütten. Für weitere Zukäufe habe man in diesem Jahr rund 500 Millionen Pfund (590 Millionen Euro).
"Elastische Nachfrage kommt zugute"
Trotz der schwachen Geschäftsbedingungen, "ist der Financial Times eine elastische Nachfrage nach Content und Services zugute gekommen", heisst es von Pearson. Weltweit hat das Wirtschaftsblatt rund 602'000 zahlende Leser. Unter dem Motto "digital first" verfolgt die Zeitung seit Januar eine klare Strategie und versucht damit auf die sich wandelnde Mediennutzung die passenden Antworten zu finden. Der Kostendruck macht immer mehr Qualitätsblättern zu schaffen. "Die Neuausrichtung ist zwar schmerzhaft, aber essenziell, um die Zukunft der Zeitung zu sichern", erklärt FT-Herausgeber Lionel Barber. (pte)

