13.06.2011

Roger Köppel

Hat Wagner nicht zum Rücktritt gedrängt

Kritisiert die Medienschaffenden.

In einem Interview mit der Zeitung "Sonntag" wehrt sich Weltwoche-Chef Roger Köppel gegen den Vorwurf, die "Weltwoche" sei SVP-nah und ein Sprachrohr von Christoph Blocher: "Ich empfinde es immer als kleinen Triumph, wenn er unsere Themen aufgreift. Blocher ist ja erwiesenermassen nicht extrem untalentiert beim Aufspüren von Themen." Er habe zudem Martin Wagner nicht dazu gedrängt, als Verwaltungsratspräsident der "Weltwoche" zurückzutreten: "Martin Wagner machte mir diesen Vorschlag, damit er sich auf den Wahlkampf konzentrieren kann. Er realisierte die Unvereinbarkeit von Wahlkampf und Weltwoche, die möglichen Interessenkonflikte. Er und seine Firma bleiben aber meine Rechtsberater."

Köppel kritisiert zudem die Schweizer Medienschaffenden: "Die meisten Journalisten, die ich kenne, beurteilen die Themen nicht unabhängig, sondern mit Blick aufs parteipolitische Echo. Das ist mir wesensfremd." Jeder Journalist sei fasziniert von Blocher, "aber niemand gibt es zu".


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