16.01.2012

Nach "Sonntag"-Artikel

Hausverbot für Hotelpapst

Karl Wild hat Ärger mit Milliardär Thomas Straumann.

Thomas Straumann ist Hauptaktionär des gleichnamigen Basler Zahnimplantatekonzerns und Milliardär. Daneben besitzt er mit dem Bellevue in Gstaad und dem Trois Rois in Basel zwei traumhaft schöne Luxushotels. Beide hat er mit Dutzenden von Millionen Franken vor dem Zerfall bewahrt. In den beiden massgeblichen Schweizer Ratings "Die 125 besten Hotels der Schweiz" und "Die 75 besten Winterhotels der Schweiz" belegen die Straumann-Paläste regelmässig Spitzenplätze.

Verfasser der Ratings, die alljährlich in der "SonntagsZeitung" erscheinen, ist der Zürcher Journalist Karl Wild. Der bekannteste Hoteltester des Landes staunte nicht schlecht, als er sich jüngst zum turnusmässigen Besuch im Bellevue und im Trois Rois anmelden wollte: Straumann himself hat ihm für beide Hotels Hausverbot erteilt. Mitgeteilt wurde ihm das vom VR-Präsidenten der Spirit-Hotelgruppe, in der die beiden Häuser zusammengefasst sind.

Ausschlagend war ein Artikel im Sonntag

Grund für Straumanns Überraschungscoup: Mitte September hatte Wild im "Sonntag" geschrieben, die Finanzmisere im Trois Rois sei hausgemacht (das Hotel hatte einen Bilanzverlust von acht Millionen Franken ausgewiesen). Mitverantwortlich für den Geldabfluss – so Wild im "Sonntag" - seien private "Extravaganzen". Gegenüber persoenlich.com gibt sich Karl Wild gelassen. Er glaubt, dass sich sein Verhältnis mit Hotelbesitzer Strammen wieder beruhigen werde. Karl Wild hatte sich durch die Aufdeckung der Vorkommnisse um Ex-Armee-Chef Roland Nef einen Namen gemacht. (ma)


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