22.08.2013

Grossbritannien

Hohe Strafe für islamischen Fernsehsender

Medienaufsicht verurteilt Mordaufruf im TV.

Die britische Medienaufsicht hat einen islamischen Fernsehsender wegen eines Mordaufrufs mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 122'000 Franken belegt. Die Lizenz dürfe Noor TV aber vorerst behalten, erklärte die Behörde am Mittwoch.

Moderator Allama Muhammad Farooq Nizami wurde in der Sendung am 3. Mai von einem Anrufer gefragt, welche Strafe jemand erhalten solle, der den Propheten beleidige. "Da gibt es absolut keinen Zweifel, dass die Strafe für eine Person, die Missachtung gegenüber den Propheten zeigt, der Tod ist", antwortete er.

Für diese Aussage verhängte die Medienaufsicht nun eine Strafe von 85'000 Pfund (rund 122'000 Franken). Die Strafe sei so hoch, weil damit die Schwere des Verstosses gegen die Rundfunkregeln deutlich gemacht werden solle, erklärte die Behörde. Sie ging aber nicht so weit, dem Sender die Lizenz zu entziehen. (sda)


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