DVB-H ist der geeignete Übertragungsstandard für Mobile TV und soll sich im EM- und Olympiajahr endgültig durchsetzen. Doch neben den technischen Details sind vor allem die Inhalte relevant, denn Mobile-TV-Angebote müssen sich klar von konventionellen TV-Programmen differenzieren. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie "Mobile Entertainment", die das Marktforschungsunternehmen Deloitte in Deutschland durchgeführt hat.
"Der Mobile-TV-Markt kämpft derzeit noch mit einigen grossen Problemen. Diese betreffen sowohl den administrativen als auch den vertriebstechnischen Bereich", erklärt Klaus Böhm, Senior Manager bei Deloitte, auf Anfrage von pressetext. "Insgesamt muss man feststellen, dass sich das Geschäftsmodell Mobile TV noch nicht am Markt bewährt hat. Das zeigt auch der internationale Vergleich ganz deutlich", meint Böhm. Einzige Ausnahme bislang sei Italien, wo rund eine Mio. Endgeräte in diesem Bereich im Einsatz sind. Doch auch hier seien die Kosten für Mobile-TV-Dienste noch eindeutig zu hoch.
"Der grösste Unsicherheitsfaktor bleibt weiterhin die Zahlungsbereitschaft der Kunden", betont Böhm. Eine Motivation könne seiner Auffassung nach beispielsweise darin liegen, dass die Mobilfunkanbieter ihr Programmangebot massgeschneidert für die Ansprüche der Nutzer zur Verfügung stellen. Auf alle Fälle müsste so aber ein echter Mehrwert geboten werden. "Trotz all dieser Probleme und Unklarheiten bin ich davon überzeugt, dass Mobile TV in Zukunft einen festen Platz in der Medienwelt haben wird", so Böhm abschliessend. (pte)

