RTL Deutschland steckt in einem Dilemma: Der millionenschwere Deal mit Stefan Raab läuft nicht wie erhofft, und intern kippt die Stimmung gegen den Entertainer. Recherchen von Watson.de legen eine wachsende Unzufriedenheit innerhalb der RTL-Belegschaft nahe.
Fast alle Raab-Formate seit dem Comeback sind enttäuschend verlaufen. Die erste wöchentliche Show «Du gewinnst hier nicht die Million» wurde im Mai nach schwachen Quoten eingestellt – zum Zeitpunkt der Absetzung sahen 820'000 Menschen zu. Die aktuelle «Stefan Raab Show» erreicht mit 670'000 Zuschauern noch weniger.
RTL Deutschland hatte Raabs Produktionsfirma ein Produktionsvolumen von mindestens 90 Millionen Euro zugesagt. Ein RTL-Mitarbeiter bestätigt gegenüber Watson.de: «Die Stimmung intern ist wegen Raab angeheizt, weil wir auf der einen Seite massiv sparen müssen, auf der anderen Seite er aber so wahnsinnig viel Geld von RTL bekommt und miserable Quoten einfährt.» Die Stimmung sei «echt mies».
Zudem seien bei RTL «einige befristete Verträge nicht verlängert worden», so der Mitarbeiter zu Watson.de. Einen direkten Zusammenhang zwischen Entlassungen und den hohen Raab-Kosten verneint RTL auf Anfrage des Onlineportals jedoch.
Der Sender zeigt sich offiziell zufrieden und verweist auf «sechsstellige Neukunden für RTL+» sowie «Millionen Abrufe auf YouTube». Der Vertrag zwischen Raab und RTL läuft noch knapp drei Jahre. (cbe)
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13.11.2025 09:53 Uhr
09.11.2025 06:46 Uhr

