26.03.2014

Bertelsmann

Investiert Milliarden in neue Geschäfte

Zudem wird die Musikrechtetochter BMG auf den chinesischen Markt gehen.

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann will Milliarden in das Bildungsgeschäft und andere Wachstumsfelder stecken und so den Umsatz wieder ankurbeln. Die Erlöse stiegen 2013 nur um 1,8 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro, während der Gewinn einen Sprung um 42 Prozent auf 870 Millionen Euro machte.

"Für 2014 rechnen wir mit einer deutlichen Umsatzsteigerung", sagte Konzernchef Thomas Rabe am Mittwoch in Berlin. Der werde deutlich über 17 Milliarden Euro liegen. Auch das Konzernergebnis, das 2013 stark vom deutschen Fernsehgeschäft getrieben wurde, werde wachsen.

Vor allem das Bildungsgeschäft will Europas grösster Medienkonzern in den nächsten Monaten beträchtlich ausbauen, wie die Bertelsmann SE & Co. KGaA (Gruner + Jahr, RTL Group, Arvato, Penguin Random House) mitteilte. Zudem wird die Musikrechtetochter BMG auf den chinesischen Markt gehen. Bereits 2013 seien zwei Milliarden Euro investiert worden.

Gute Prognosen für 2014 
Erwachsenenbildung sieht Rabe als wichtiges Wachstumsfeld an – konkret Online-Studiengänge, Dienstleistungen für Hochschulen und medizinische Bildung. "Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt. Von den USA bis nach China sind die Menschen bereit in ihre Bildung und Ausbildung zu investieren." In den nächsten drei bis fünf Jahren erwartet Rabe im Bildungsbereich eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Umbau beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr zeige Wirkung, sagte der Konzernchef. "Das zeigt sich an den Auflagen." Er gehe davon aus, dass G + J sich in den nächsten zwei Jahren stabilisieren werde. Das Ergebnis sei 2013 positiv gewesen und werde es auch 2014 sein.

Vom Fesselsex-Bestseller "Fifty Shades" profitiert der weltgrösste Buchverlag Penguin Random House nach den Worten von Geschäftsführer Markus Dohle noch immer, wenn auch deutlich geringer als 2012. "Wir freuen uns auf die Veröffentlichung des Films am Valentinstag 2015." Dies werde die Buchverkäufe voraussichtlich erneut antreiben. Grosse Teile der Bevölkerung seien schliesslich noch nicht mit dem Buch versorgt, so Dohle. (sda)


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