27.12.2002

Schweizer Verlagsstatistik 2002

Jeden Tag 31 neue Bücher

Kunstbuch-Hausse.

Im Jahr 2002 sind in der Schweiz 11 226 neue Buchtitel veröffentlicht worden. Das sind knapp 31 Neuerscheinungen pro Tag, 3.8 Prozent mehr als letztes Jahr. Belletristische Werke dominieren die Statistik und machen mit 2373 Titeln etwas mehr als ein Fünftel der Neuerscheinungen aus. Es folgen Kunstbücher (975), Musikpartituren (913) sowie juristische Bücher (912). Diese vier Bereiche repräsentieren fast die Hälfte der gesamten Schweizer Buchproduktion, wie aus der Jahresstatistik der Schweizerischen Landesbibliothek zu entnehmen ist.

Die weiteren grösseren Fachbereiche sind die Religion (761 Titel), die Philosophie und Psychologie (508 Titel) und die Wirtschaftswissenschaften (477 Titel). Die Expo.02 hatte keinen grossen Einfluss auf die Gesamtstatistik: Letztes Jahr wurden insgesamt 85 Titel zur Landesausstellung veröffentlicht. Die höchte Steigerungsrate konnten 2002 die Kunstbücher verzeichnen. Die 975 Neuerscheinungen bedeuten eine Steigerung von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls markant zugenommen hat der Anteil der Werke von Schweizer Autoren, die im Ausland publiziert werden. Dieses Jahr waren es 1420 Titel gegenüber 1293 im Vorjahr, was einer Steigerung von rund zehn Prozent entspricht.

Die Verteilung der Sprachen widerspiegelt die Schweizer Realität: 6505 Titel sind auf deutsch (+1.6 %), 2348 Werke auf französisch (+13 %), 1392 auf englisch (-3 %), 473 auf italienisch (+40 %), und 38 auf rätoromanisch (wie im Vorjahr) erschienen. Die markante Zunahme italienisch-sprachiger Titel ist auf eine neue Kinderbuchreihe zurückzuführen.


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