21.01.2008

Anti-WEF-Demo

Journalist "irrtümlich" verhaftet

WoZ-Redaktion protestiert gegen Festnahme.

Die Kantonspolizei Bern hat am Samstag an der Anti-WEF-Demonstration zwei Journalisten verhaftet. Eine Verhaftung sei irrtümlicherweise erfolgt. Der andere Journalist hingegen habe keinen gültigen Presseausweis gehabt, bestätigte sie am Montag auf Anfrage der SDA.

Ein Mitarbeiter der "Wochenzeitung" sei vorübergehend festgenommen worden, weil er enge Kontakte zu den Organisatoren der Demonstration von letztem Samstag gehabt habe, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung weiter. Auch sei er eine der Führungspersonen der unbewilligten Kundgebung vom 6. Oktober in Bern gewesen.

Beim irrtümlicherweise angehaltenen Journalisten handelt es sich um einen Mitarbeiter der Genfer Zeitung "Le Courrier". Die Festnahme sei aus der Situation heraus zu verstehen. Die Polizei bedaure dies. Sie achte die Medienfreiheit und wolle Journalisten nicht an ihrer Arbeit hindern.

Die Zürcher "Wochenzeitung" erklärte am Montag in einer Medienmitteilung, festgenommen worden sei ein Berner Mitarbeiter der "WoZ". Er habe eine Bestätigung der Redaktion vorgewiesen, dass er den Auftrag habe, die Demonstration in Bern zu beobachten. Die "WoZ"-Redaktion protestiert gegen "diesen Angriff auf die Pressefreiheit".

Im Zusammenhang mit den Protesten vom Samstag gegen das Weltwirtschaftsforum hatte die Kantonspolizei 242 Personen vorübergehend festgenommen. Wie viele Personen angezeigt würden, könne erst in ein paar Tagen gesagt werden, erklärte ein Polizeisprecher am Montag auf Anfrage. (sda)


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