Der "SonntagsZeitung"-Journalist Karl Wild muss die Nacht nicht im Gefängnis verbringen. So haben die Richter des Zürcher Obergerichtes heute Mittwoch nach der Zeugenbefragung entschieden,dies berichtet tagesanzeiger.ch. Die Staatsanwaltschaft stellte im Vorfeld das bedrohliche Szenario der Beugehaft in Aussicht, falls Wild seine Quellen nicht nennen sollte. Doch heute Mittwoch stand eine Inhaftierung nicht zur Debatte. Wild sagte wie angekündigt aus, er habe die Informationen über das Strafverfahren gegen Roland Nef nicht von dem angeklagten Polizisten Fredi Hafner erhalten. Die Unterlagen seien ihm bereits vor dem Treffen mit Hafner zugespielt worden. Über seine Quellen schweigt sich Wild weiterhin aus.
Dem Journalisten Karl Wild gehe es gut, sagt der Chefredaktor der "SonntagsZeitung" gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Spieler ging bereits im Vorfeld des Prozesses nicht davon aus, dass Wild die Nacht im Gefängnis verbringen muss: "Es gab keinen Grund, Wild in Beugehaft zu nehmen. Die Medienfreiheit ist in diesem Land von grosser Bedeutung. Jede Form von Druckmitteln gegen Journalisten und ihre Quellen ist schlicht nicht akzeptabel." Von seiner Redaktion erhält Wild vollumfängliche Rückendeckung. "Die 'SonntagsZeitung' hat sich dem investigativen Journalismus verpflichtet. Eine unserer eisernen Regeln ist der Quellenschutz", sagt Spieler. (tagesanzeiger.ch)

