Der Basler Journalist Urs Hobi ist tot. Er verstarb am Dienstag an einem Herzinfakt. Hobi hatte das Pensionsalter zwar schon im vergangenen Jahr erreicht, blieb seiner Leidenschaft, dem Journalismus, aber als freier Mitarbeiter verschiedener Medien weiterhin verbunden. Begonnen hatte er 1967 beim einstigen "Basler Volksblatt" (später "Nordschweiz"). 1976 stiess er zu den "Basler Nachrichten".
Dort blieb er auch nach der Fusion der "Basler Nachrichten" und der "National-Zeitung" zur "Basler Zeitung" im Jahr 1977. Ab 1983 half er massgeblich "Radio Basilisk" aufbauen. Beim Basler Lokalradio stellvertreteder Chefredaktor geworden, wechselte er 1990 zurück zur BaZ als Lokalchef.
2004 trat Hobi im Zuge einer Blatt-Umstrukturierung bei der BaZ in den vorzeitigen Ruhestand. Als freier Journalist unterstützte er danach unter anderem den inzwischen wieder eingestellten Lokal-Fernsehsender "Nordwest 1" sowie erneut "Basilisk".
Urs Hobi war in der Lokal- und Regionalpolitik zu Hause wie kaum ein Anderer. Berühmt unter Kollegen und Kolleginnen war auch sein Gedächtnis: Keine Figur der hiesigen Politik, zu der ihm nicht eine Anekdote eingefallen wäre. Ohnehin zog er persönliche Gespräche Konferenzen und Sitzungen jeder Art vor.
Zu den Interessen von Urs Hobi zählten auch Schach, Briefmarken und alte Münzen - Objekte mit Geschichte und Geschichten. In Muttenz BL geboren, hatte Hobi in Basel und Paris studiert. Lange lebten er und seine Familie in Riehen BS, unlängst zogen sie nach Reinach BL. Urs Hobi hinterlässt seine Ehefrau und vier Kinder. (sda)

