Der mexikanische Senat hat am Dienstag einer Verfassungsänderung zum besseren Schutz von Journalisten zugestimmt. Zuvor hatte bereits das Abgeordnetenhaus sich für die Änderung ausgesprochen, die alle an Medienvertretern begangenen Verbrechen in die Zuständigkeit des Bundesstaatsanwalts verweisen. Allerdings kann die Änderung erst in Kraft treten, wenn mindestens 17 der 31 mexikanischen Staaten sie ratifiziert haben. Bislang wurden Angriffe auf mexikanische Journalisten nur selten strafrechtlich verfolgt.
Nach Angaben der nationalen Menschenrechtskommission wurden von 2000 bis 2011 in Mexiko 74 Journalisten ermordet. Das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten gibt die Zahl der getöteten Journalisten für diesen Zeitraum mit 54 an. (sda)

