15.03.2012

"SonntagsZeitung"

Julian Schmidli gewinnt Förderpreis

"Recherche ist der Grundpfeiler des Journalismus."

Um den investigativen Journalismus in der Schweiz zu verstärken, hat die "SonntagsZeitung" in Zusammenarbeit mit dem MAZ, der Schweizer Journalistenschule, einen neuen Förderpreis für investigativen Journalismus lanciert (persoenlich.com berichtete). Jeweils ein talentierter junger Journalist erhält pro Jahr die Chance, die Kunst der Recherche im Rahmen des neuen Recherche-Desk von "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" in Bern zu erlernen und in der Praxis anzuwenden. Aus mehreren Dutzend Teilnehmern hat die Chefredaktrion der "Sonntagszeitung" Julian Schmidli (26) zum diesjährigen Sieger erkoren. Schmidli hat mit besonderen Rechercheleistungen am MAZ und in seiner journalistischen Tätigkeit, unter anderem für Spiegel Online, "Financial Times Deutschland", NZZ und TagesWoche, auf sich aufmerksam gemacht.

Das Nachwuchstalent studierte Medienwissenschaften in Basel und hat jüngst den Master of Arts in Journalism abgeschlossen, den das MAZ in Kooperation mit der Hamburg Media School anbietet. Seine journalistische Kernthemen liegen in den Bereichen Politik, Kultur und Gesellschaft. Neben der journalistischen Tätigkeit dreht Schmidli auch Dokumentarfilme. Insbesondere engagiert er sich für die Entwicklung von datenjournalistischen Aktivitäten in der Schweiz. Seine einjährige Ausbildung beim Recherche-Desk startete am 15. März. "Recherche ist der Grundpfeiler des Journalismus. Trotzdem wird ihr - meiner Meinung nach - in den heutigen Redaktionen viel zu wenig Platz eingeräumt. Als ich vom Förderpreis beim neuen Recherche-Projekt der Sonntags-Zeitung erfuhr, wollte ich deshalb die Chance unbedingt packen," begründet Schmidli auf Anfrage von persoenlich.com seine Teilnahme. Der Sieg ist für Schmidli jedoch eher zweitrangig: "Klar freut man sich. Aber jetzt gilt es erst einmal, den Erwartungen gerecht zu werden." Und was erhofft sich der Gewinner von dem Jahr? "Das Handwerk der investigativen Recherche in all seinen Facetten zu erlernen. Alles aufzusaugen, wie ein Schwamm. Und, vielleicht, ein paar eigene Akzente zu setzen." (pd/sl)

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