20.04.2004

Presse-GAV

Keine Lösung in Sicht

Comedia will mobilisieren.

Das Klima zwischen Verlegern und Journalisten bleibt frostig. Ein neuer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist immer noch nicht in Sicht. Die Gewerkschaft Comedia will nun die Zeit nutzen, um Journalistinnen und Journalisten zu mobilisieren.

Die Verhandlungen seien von Anfang an unter einem schlechten Stern gestanden, resümierte Comedia-Zentralsekretärin Stephanie Vonarburg am Dienstag vor den Medien in Bern. Vor allem die Forderung der Verleger, die Mindestlöhne aus dem GAV zu kippen, könne die Gewerkschaft nicht akzeptieren.

Kritik an Verlegern

Klaus Rozsa, Präsident Presse bei Comedia, störte sich insbesondere am Auftreten der Verleger. Der Verband Schweizer Presse habe ultimativ das Zugeständnis verlangt, auf die Diskussion über Mindestlöhne zu verzichten. Rozsa hätte aber erwartet, dass heikle Themen höchstens für eine gewisse Zeit ausgeklammert werden, und die Gespräche dennoch weiter gehen. Abgesehen davon sei die Regelung der Gehälter ein zentrales Thema.

Weiter will die Gewerkschaft einen breiten Geltungsbereich für den GAV, so dass auch das technische Personal eingeschlossen ist. Bei der Arbeitszeit sollen zudem Missstände beseitigt werden. Wie bei den Kollegen vom Druck gefordert, sollen auch Journalisten von einem automatischen Teuerungsausgleich und einem besseren Kündigungsschutz profitieren.

Keine Verhandlungen

Der Presse-GAV läuft Ende Juli aus. Weitere Verhandlungen sind derzeit nicht geplant, da die Verleger eine Denkpause eingelegt haben. Die Zeit bis zum Auslaufen des GAV will Comedia zusammen mit dem Journalistenverband Impressum für Aufklärungsarbeit nutzen.


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