11.03.2008

Stadt Zürich

Klares Votum für Radio 1

Stadtrat stärkt Schawinski-Sender den Rücken.

Nach der Zürcher Kantonsregierung spricht sich auch die Stadt Zürich im Rahmen der Neukonzessionierung der UKW-Frequenzen für Radio 1 aus. Die Bewerbung von Gesuchssteller Roger Schawinski steche heraus, so der Stadtrat in seiner Stellungnahme ans Bakom: "Sie zeugt nicht nur vom persönlichen Engagegement des Gesuchsstellers, der mit eigenem Vermögen für die Finanzierbarkeit bürgt, sie legt auch Zeugnis ab von eindrücklicher Professionalität und Erfahrung sowohl im Inputberich (u. a. Aus- und Weiterbildung des Personals) als auch im Outputbereich (Ausgestaltung des Programms)."

Der Stadtrat kommt zum Schluss, dass allein Radio 1 in der Lage sei, etwas Bewegung in die mehr oder weniger festgefahrene Radiolandschaft zu bringen. Deshalb müsse der Schawinski-Sender "in jedem Fall eine Konzession erhalten". Die etablierten Sender Radio 24, Radio Energy und Radio Zürisee werden dagegen bloss als "gut etabliert" beurteilt. Alle drei würden über eine breite Hörerschaft verfügen und seien sowohl in ihrer Programmstruktur als auch in der Musikausrichtung relativ ähnlich.

Radio 24 und Radio Energy seien allerdings in der Stadt Zürich besser verankert als Radio Zürisee. Um zu verhindern, dass -- bei nur drei ausgeschriebenen Konzessionen -- einer der seit über 20 Jahren bestehenden und wirtschaftlich erfolgreichen Sender abgeschaltet werden muss, verzichtet der Zürcher Stadtrat auf die Abgabe einer Präferenz. Er schlägt stattdessen dem Bundesrat vor, die für die Region Zürich vorgesehene Konzesion aufzuheben und stattdessen eine vierte Konzession für das grössere Versorgungsgebiet Zürich Glarus zu erteilen.

"Radio 105" (Music First Network AG) ist nach Ansicht des Zürcher Stadtrates in der breiten Öffentlichkeit noch zu wenig bekannt und muss sich erst noch bewähren. Die Konzession für ein komplementäres, nicht kommerzielles Radio in der Region Zürich soll an "Radio Lora" gehen.

Nach dem klaren Votum der Stadt Zürich für Radio 1, darf Roger Schawinski sich rühmen, dass sein Sender als einziger von allen staatlichen Instanzen positiv beurteilt wurde. Bereits zuvor hat sich der Zürcher Regierungsrat für Radio 1 ausgesprochen, ebenso die Regierungen der Kantone St. Gallen und Glarus. Entsprechend gross ist die Erleichterung bei Schawinski: "Diese eindeutige Zustimmungen aller Regierungen stimmt uns sehr optimistisch. Dies vor allem, weil sie sich direkt auf die Kriterien Qualität, Angebots- und Meinungsvielfalt beziehen, die vom Konzessionsgeber vorgegeben wurden."


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