31.08.2021

Tamedia

Knapp 30 Prozent mehr Digitalabos

Mit 7,5 Millionen ist das Medienhaus zurück in der Gewinnzone. Insgesamt 140'000 Digitalabos wurden verkauft. Zudem sollen die Teams sowie die Berichterstattung der Titel diverser werden.
Tamedia: Knapp 30 Prozent mehr Digitalabos
Eine Redaktorin vom Tages-Anzeiger bei der Arbeit im Newsroom. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)
von Michèle Widmer

Die TX-Group-Tochter Tamedia, zu der bezahlte Medienprodukte wie der Tages-Anzeiger, Berner Zeitung oder Finanz und Wirtschaft zählen, konnte dank der konjunkturellen Erholung und der tiefen Vergleichsbasis den Umsatz mit 222,4 Millionen knapp halten. Vor Abschreibungen wurden betrieblich auch wieder schwarze Zahlen erreicht, nämlich 7,5 Millionen Franken im Vergleich zu einem Verlust von 5,4 Millionen Franken im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vorjahr hat Tamedia 28 Prozent mehr Digitalabos verkauft. Zurzeit seien 140'000 rein digitale Abonnements aktiv, führt Marco Boselli, Co-Geschäftsführer von Tamedia, an der Medienkonferenz zu den Halbjahreszahlen aus. Ziel sei es, diese Zahl bis im ersten Quartal 2023 auf 200'000 zu steigern.

Zudem will Tamedia künftig die Diversität innerhalb der Teams und in der Berichterstattung erhöhen. Hierfür seien Ziele und Massnahmen definiert worden, sagt Boselli weiter. Im Sinne der Wachstumsstrategie sei der Schritt sinnvoll, denn mit diversen Teams erreiche man ein diverseres Publikum.

Im letzten Jahr hat Tamedia ein 70-Millionen-Sparpaket angekündigt. Rund ein Viertel dieses anvisierten Sparziels sei im ersten Semester realisiert worden, heisst es. Infolge des positiven Ergebnisses fordert der Journalistenverband Impressum Tamedia in einer Mitteilung auf, auf die Weiterführung des Sparplans zu verzichten.

 



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