19.11.2012

"Tagi"

Köppel schreibt Replik auf Seibt

"Mein Geschäftsmodell ist die Wirklichkeit."

"Weltwoche"-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel nimmt in einem Artikel auf der "Analyse"-Seite des "Tages-Anzeigers" vom Montag Replik auf das, was Constantin Seibt in der gleichen Zeitung am 14. November geschrieben hatte. In seinem Text, einem Abdruck seiner Rede vor den Aktionären der "Basler Zeitung", hatte Seibt seinen Zweifeln an der Art des Journalismus den die "Weltwoche" und die "Basler Zeitung" betreiben, Ausdruck verliehen. Die "Anti-Mainstream"-Haltung des Blattes sei nichts als "negativer Opportunismus". Man sage einfach stets das Gegenteil des vermuteten Konsenses. Die Themenwahl sei berechenbar, langweilig und unglaubwürdig.

Nun schiesst Köppel zurück: Seibts Welt sei die der Meinung, die "Weltwoche" aber setze auf Fakten. "Mein Geschäftsmodell", schreibt er, "ist die Wirklichkeit." Es komme tatsächlich öfters vor, dass er andere Meinungen vertrete als der "dezidiert linke", frühere "WOZ"-Journalist Seibt. Daran sei aber nichts Paranoid-Psychatrisches, wie es ihm von Seibt vorgeworfen werde. In dessen Welt gebe es keinen Fall Zuppiger, keinen Fall Sozialamt und auch keinen Fall Regli. All diese habe die "Weltwoche in den letzten Jahren durch ihre Art des Journalismus an die Öffentlichkeit befördert. "'Die Weltwoche' setzt, anders als es der Meinungsjournalist Seibt behauptet, nicht auf Meinungen, sondern auf Tatsachen." Seine Zeitung verfolge keine politische Mission. (ads/ta)


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