Die angekündigte Konzentration des Pendlerblattes Metropol auf den Grossraum Zürich hat für die Redaktion selber keine personellen Folgen, wie Chefredaktor Wolfram Meister gegenüber "persoenlich.com" erklärt. Im Management hingegen gibt es mit der Neuorientierung einen Wechsel: Neuer Geschäftsführer und Nachfolger von Lawrence Kenny wird Robert Gustavsson.
Da man keine Aussenredaktionen unterhalten habe, gäbe es keine personellen Konsequenzen, so Wolfram Meister auf Anfrage. Desweiteren seien für die Regionalausgaben jeweils nur sehr wenige Seiten resp. einzelne Beiträge ausgetauscht worden, mit der Konsequenz, dass jetzt auch keine überflüssige Manpower anfalle. Konkret betroffen ist u.a. die Kinobeilage, die jeweils am Donnerstag erscheint, und die in Zukunft folgerichtig nur noch den Grossraum Zürich mit seinen 2 Mio. Menschen abdecken wird.
Meister sagt: "Wir haben die Anzahl der Wechselseiten schon lange heruntergefahren. Als Verfechter der Idee, das Wichtigste in Kürze zu bringen, habe ich mich von Anfang dagegen ausgesprochen, zum Beispiel für die Basler Ausgabe extra jeweils nochmals fünf oder sechs andere Sätze als für die Zürcher Ausgabe anzuliefern.". Schliesslich seien die Basler im regionalen Bereich gut mit der Baslerzeitung bedient da hätte selbst eine eigene Metropol-Redaktion vor Ort nicht viel genützt. Was die Redimensionierung für die Auflage von Metropol bedeute, wisse er zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht, so Meister weiter. Das sei eine Frage, die das Management beantworten müsse. Er nehme aber an, dass zukünftig wieder nur noch an einem Ort gedruckt werde.
Lawrence Kenny, seit anfangs April Geschäftsführer in Zürich, wird sich gemäss Meister zukünftig wieder mehr seiner weiteren Funktion als European Business Development Director widmen. Meister sagt: "Kenny war auch als Geschäftsführer nicht 100-prozentig in Zürich tätig, sondern immer wieder im Auftrag der Metro International S.A. im Ausland unterwegs so zum Beispiel in der letzten Woche in Frankreich."
In letzter Zeit hatten sich in der Branche Gerüchte gemehrt, dass sich die Metro International S.A. ganz aus dem hart umkämpften Schweizer Markt zurückziehen könnte. Ist die angekündigte Konzentration nun also ein klares Bekenntnis zur Schweiz ansich? Nochmals Meister: "Seit es Metropol gibt, hat es immer wieder geheissen, dass wir den Laden demnächst schliessen. Aber wie Sie sehen, gibt es uns noch immer". Und er ergänzt: "Ich habe übrigens noch einen kleinen Primeur für Sie: Seit neuestem gibt es auch ein Metropol in Hongkong!".

