02.10.2019

Bakom

Konzessionen für 49 Sender verlängert

Der Bund will damit für die Lokalradio- und Regionalfernseh-Veranstalter Planungssicherheit schaffen. Neu festgelegt wurde für kommerzielle Lokalradios eine Mindestdauer für regionale Infos. Für regionale TV-Sender wurde die Untertitelung geregelt.
Bakom: Konzessionen für 49 Sender verlängert
Erhalten eine verlängerte Konzession: Radio 1, Radio Zürisee und Energy Zürich. (Bild: Keystone/Alessandro Della Bella)

Der Bund hat die Konzessionen für 49 Lokalradio- und Regionalfernseh-Veranstalter bis Ende 2024 verlängert. Er will damit Planungssicherheit schaffen während der Umstellung von UKW auf DAB+ und der Debatte über die Neuausrichtung der Medienförderung.

Die den privaten Stationen mit einem Leistungsauftrag erteilten Konzessionen laufen Ende 2019 aus, wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Mittwoch mitteilte. Allen 49 Stationen, die um eine Verlängerung ab 1. Januar 2020 ersucht hatten, wurde diese gewährt.

Konzessionierte Privatsender haben den Auftrag, über regionale politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge zu informieren. Ebenso müssen sie zur Entfaltung des kulturellen Lebens im Versorgungsgebiet beitragen.

Neu festgelegt hat das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), dass kommerzielle Lokalradios mindestens 30 Minuten regionale Informationen verbreiten müssen. Für regionale TV-Sender wird neu die Untertitelung in der Konzession geregelt.

Komplementäre, nicht gewinnorientierte Radios in Agglomerationen haben den Auftrag, insbesondere die sprachliche und kulturelle Minderheiten in ihrem Sendegebiet zu berücksichtigen. Im Gegenzug erhalten sie ein Zugangsrecht: Betreiber von DAB+-Plattformen und Kabelnetzen müssen ihre Programme verbreiten.

Verzichte auf Konzession

Sechs Lokalradios haben keine Konzession mehr beantragt und haben deshalb auch keinen Leistungsauftrag mehr. Gemäss der Liste des Bakom sind es Radio 24, Radio Argovia, Radio FM1, Radio Pilatus, Radio One FM und Radio Rouge FM (persoenlich.com berichtete). Sie sind beim Bakom neu als meldepflichtige Radios registriert.

Nichts geändert hat an der Unterstützung von privaten Sendern aus der Empfangsgebühr. 21 Lokalradios und 13 regionale TV-Stationen erhalten bis Ende 2024 6 Prozent des Gebührenertrages. Ihr Anteil war Anfang 2019 auf diesen Prozentsatz erhöht worden. (sda/cbe)



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