26.08.2002

Ringier

Kooperation mit Springer?

Friede Springer will die WAZ-Gruppe nicht im Haus.

Die Tatsache, dass Leo Kirch seinen 40-Prozent-Anteil an Springer auch gegen Willen von Friede Springer an die WAZ-Gruppe verkaufen will, könnte nun das Hause Ringier auf den Plan rufen, wie die Mittelland-Zeitung MZ schreibt. Dies, auch wenn sich Michael Ringier "lieber nicht äussern" mochte. Natürlich kenne und spreche er "regelmässig" mit Friede Springer, aber sonst gäbe es nichts zu sagen. Die MZ hatte den Verleger am Sonntag mit dem von der Süddeutschen Zeitung in der Samstagausgabe verbreiteten Gerücht konfrontiert, wonach der Springer-Verlag "in aller Stille in den vergangenen Wochen mit dem Schweizer Verleger Michael Ringier über eine Kooperation verhandelt" habe.

Gemäss MZ wäre die WAZ-Gruppe bereit, 600 bis 800 Millionen Euro auf den Tisch legen. Der konkursite Kirch dagegen möchte mindestens eine Milliarde Euro lösen, um im Sportrechte-Geschäft wieder mitzumischen. Sollte ein Verkauf nicht klappen, fällt das bei den Banken verpfändete Aktienpaket wieder an die Deutsche Bank, die dann in eigener Regie einen Käufer suchen dürfte.


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