In Chur ist der erste und langjährige Bündner Korrespondent der Schweizerischen Depeschenagentur (sda), Edwin Graber, gestorben. Er verschied am Freitag letzter Woche kurz nach seinem 89. Geburtstag in einem Altersheim, wie die Familie am Donnerstag mitteilte.
Edwin Graber lieferte unter dem Kürzel eg von April 1970 bis März 1992 regelmässig Berichte aus dem Kanton Graubünden und dem Fürstentum Liechtenstein an die Redaktionszentrale nach Bern. Er war der eigentliche Gründer der Korrespondentenstelle in Chur. Graber selber anerbot sich Ende 1969 dem damaligen Chefredaktor Georges Duplain, zu 100 Prozent als Korrespondent für die Nachrichtenagentur sda zu arbeiten.
Als Redaktor der Tageszeitung "Freier Rätier" hatte er schon vorher und in Teilzeit für die Depeschenagentur geschrieben. Graber blieb 22 Jahre auf dem Korrespondentenposten, arbeitete die ganze Zeit über in einem Büro in seiner Privatwohnung in Chur, bevor im Frühling 1992 in Pension ging. Zum Nachfolger gewählt wurde damals der Bündner Journalist Bernard Maissen, der heutige Chefredaktor der sda. (sda)

