Der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Korrespondent der US-Zeitung "The New York Times", Anthony Shadid, ist im Osten Syriens ums Leben gekommen. Der 43-jährige Amerikaner mit libanesischen Wurzeln sei offenbar am Donnerstag an einem Asthmaanfall gestorben, teilte die "New York Times" mit. Shadid befand sich laut der Zeitung in Syrien, um über den Widerstand gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad zu berichten.
Shadid wurden nach Angaben seines Vater kürzlich zusammen mit einem Fotografen über die Grenze nach Syrien geschleust, wo sie von Führern auf Pferden erwartet wurden. Sein Asthma und seine Allergie gegen Pferde hätten zu einem schweren Anfall geführt. Shadids Begleiter brachte dessen Leiche in die Türkei. Shadid wurde für seine Berichterstattung über den Irak-Krieg zwei Mal mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, 2004 und 2010. In jüngster Zeit berichtete Shadid über die Revolten in arabischen Ländern, unter anderem in Ägypten und Libyen. Dort wurde er im März 2011 zusammen mit weiteren Journalisten der "New York Times" von libyschen Soldaten vorübergehend festgenommen.
Als Hommage an Shadid veröffentlichte die Zeitung einen Ausschnitt aus dessen für März angekündigtem neuem Buch "House of stone" ("Haus aus Stein") über die Auswirkungen der israelischen Luftangriffe auf Südlibanon im Jahr 2006. Der Journalist hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. (sda/dapd)

