05.04.2014

Sept

Kostenpflichtiges Online-Magazin für Qualitätsjournalismus lanciert

Als Vorbild dient u.a die erfolgreiche französische Online-Zeitung "Mediapart".

Am 4. April wurde das Magazin "Sept" lanciert. Es erscheint anstelle der Regionalzeitung "L’Objectif" im Kanton Fribourg. Die Artikel sind vorwiegend in Französisch geschrieben, es sollen aber auch Beiträge auf Deutsch und Englisch hinzukommen.

Ein wichtiger Teil sind grosszügig gestaltete Fotostrecken, für die man laut "Berner Zeitung" unter anderem den Schweizer Magnumfotografen René Burri gewinnen konnte. Vorbild von "Sept" sind unabhängige, investigative Onlinetitel aus Frankreich wie zum Beispiel "Mediapart", heisst es im Artikel weiter.

In einem Interview mit SRF erklärt der Fotojournalist Michael von Graffenried, Art Director von "Sept", das Konzept des Magazins wie folgt: "Das 'Sept' besteht aus drei Beinen: Das erste ist Journalismus online; das zweite das 'Abfallprodukt': die fünf besten Geschichten als Printversion im Briefkasten. Und das dritte der 'Sept-Club' – eine Blogosphäre im Netz, wo jeder lesen kann, was der andere publiziert hat. Er ist gratis und wie eine Art Facebook. Sie können Ihre Zeitung auf unserer Webseite machen."

Man versuche, so von Graffenried weiter, etwas "autorenmässiges" zu machen, das man sonst nirgends finde. Man habe den Anspruch, exklusivere Sachen zu bringen und Bilder zu publizieren, die nicht schon überall gesehen wurden.

Ein "Sept"-Abo kostet 99 Franken pro Jahr oder 14 Franken pro Monat und ermöglicht den Onlinezugriff und den Bezug einer gedruckten wöchentlichen Ausgabe. Finanziert wird "Sept" durch Damien Piller, Inhaber von Radio Fribourg. Co-Leiter neben von Graffenried ist der Journalist Patrick Vallélian. (pd/bernerzeitung.ch/srf/set)


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