Wer am Dienstag den "Blick" am Kiosk kaufen wollte, hat vor dem Bezahlen kurz gestutzt: Für die Boulevard-Zeitung aus dem Hause Ringier mussten die Leser 20 Rappen mehr ausgeben, als bis anhin. Der "Blick" kostet im Einzelverkauf neu 2.20 Franken, statt 2 Franken. Das Jahres-Abo beläuft sich neu auf 345 Franken (bisher 339 Franken). Auch der "SonntagsBlick" kostet neu mehr. Der Preis einer Ausgabe wurde per 19. Mai um 40 Rappen auf 3.90 Franken erhöht.
"Mehrwert wurde laufend erweitert"
Ringier informierte die Leser direkt über die Preiserhöhung, auf eine Medienmitteilung wurde verzichtet. Im SoBli konnte man einen entsprechenden Hinweis auf Seite 2 lesen, im "Blick" vom Dienstag erschien eine kurze Meldung auf der Frontseite. Darin betont das Blatt, dass es sich bei der Preiserhöhung "erst um die zweite in den letzten zehn Jahren" handle. "In den vergangenen Jahren wurde der Mehrwert für Leser laufend erweitert, sprich mehr Leserangebote, Gewinnspiele, Informationen, usw.", erklärte Ringier-Sprecherin Danja Spring auf Anfrage von persoenlich.com den Grund für die Preiserhöhung. Zudem diene sie "der Harmonisierung der Preise auf dem Markt" und der "Blick" könne so weiterhin in der Schweiz gedruckt werden, wo die Preise um einiges höher sind, als im Ausland.
Keine Hinweise am Kiosk
Wie die Ringier-Sprecherin gegenüber persoenlich.com erklärt, wurde der Kommunikationsweg über kurze Info-Meldungen in "Blick" und SoBli gewählt, da die Leser am besten auf diese Weise zu erreichen seien. Am Kiosk habe es keine besonderen Hinweise zur Preiserhöhung gegeben, das Verkaufspersonal sei durch die Valora informiert worden. (lf/eh)

