Die Umsätze auf dem deutschen Zeitungsmarkt stagnierten. Die Auflagen sanken. Die Branche litt im Jahr 2007 unter der Werbeflaute und der wachsenden Internet-Konkurrenz, die die Hälfte der letzjährigen Werbeausgaben von 411 Millionen Euro für sich beanspruchen konnte. Wie der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag vermeldete, sanken die Auflagen um 1,8 Prozent auf 14,42 Millionen Stück.
Bei den Anzeigen konnte ein Plus von 0,9 Prozent verzeichnet werden. Der Gesamterlös der 352 Titel lag im vergangenen Jahr auf 9,1 Milliarden Euro. Das entspricht dem Niveau von 1995. Auch im laufenden Jahr wird mit einem mässigen Ergebnis gerechnet. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das Anzeigenvolumen um 0,1 Prozent zurückgegangen.
Die Pläne der Deutschen Post, eigene Gratisblätter zu lancieren, stösst bei den Verlegern auf Empörung. Dies sei ein staatlicher Vorstoss in die Presselandschaft, heisst es von Seiten der BDZV. Sollte die Post dieses Vorhaben tatsächlich umsetzen, will der BDZV die Regierung zu einem Eingriff dagegen bewegen. Zudem hoffe sie dann auf Einspruch aus Brüssel, wie die "Financial Times" schreibt.

