26.03.2014

Publikumsrat

Kritik am historischen Rückblick von Radio SRF 1

Die Sendereihe habe nicht ins Konzept der Nachmittagssendungen gepasst.

Radio SRF 1 thematisierte in der zweiten Märzwoche zehn Reden des 20. Jahrhunderts. Dem Publikumsrat gefiel der historische Rückblick mehrheitlich, er hätte sich aber längere Beiträge gewünscht, wie er am Dienstag mitteilte.

Ende Februar 2014 erschien das Buch des Historikers und SRF-Radioredaktors Felix Münger "Reden, die Geschichte schrieben – Stimmen zur Schweiz im 20. Jahrhundert". Radio SRF 1 stellte diese zehn Reden vor – jeweils zwei pro Sendestunde am Nachmittag zwischen 14 und 15 Uhr. In kurzen Beiträgen und Moderations-Gesprächen mit dem Buchautor Felix Münger wurden die Reden präsentiert. Die Radiogruppe des Publikumsrates ist sich einig, dass Münger glaubwürdig und kompetent wirkte. "Emotional", "engagiert", "wunderbares Historikerblut" sind Komplimente, die in Beobachtungsberichten zu lesen sind.

Zu wenig Zitate und O-Töne 
Die Relevanz der ausgewählten Reden und der Personen war durchaus gegeben, wenn auch kritisiert wurde, dass nur zwei von zehn Reden von Frauen waren. Der Publikumsrat vermisste die Ansage, dass am Anfang der Sendereihe die Radiosendungen standen und das Buch des Radioredaktors erst ein Folgeprodukt wurde.

Die Mehrheit der Beobachtenden fand, die Sendereihe hätte nicht so recht ins Konzept der Nachmittagssendungen gepasst. Die Redeausschnitte wurden als zu kurz beurteilt. Es gab zu wenig Zitate und O-Töne. Hingegen gab es zu viel Musik, die nicht wirklich zum Thema passte. Diese Musik habe den Ablauf und die Konzentration gestört. (pd)


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