In der angeblichen Sexaffäre um den ehemaligen Schweizer Botschafter Thomas Borer und der Visagistin Djamila Rowe hat es eine überraschende Wende gegeben. Rowe dementierte in einer eidestattlichen Erklärung, je eine sexuelle Beziehung zum Diplomaten gehabt zu haben. Sowohl Bild am Sonntag als auch die SonntagsZeitung zitierten aus der Erklärung der Frau. In der in der SonntagsZeitung abgedruckten Erklärung schreibt Rowe, dass sie "zu keinem Zeitpunkt eine sexuelle Beziehung mit Herrn Dr. Borer gehabt habe". In der vom Sonntags Blick erwähnten Nacht sei sie weder vor noch in der Schweizer Botschaft in Berlin gewesen.
Stattdessen erhebt sie schwere Vorwürfe gegen das Haus Ringier. Sie sei von der Blick-Reporterin massiv unter Druck gesetzt worden, heisst es in der Erklärung weiter. Dazu habe Michael Ringier - so Rowe in der von der SonntagsZeitung abgedruckten Erklärung - einen hohen Geldbetrag angeboten, wenn sie vermeintliche sexuelle Beziehung zu Borer eingestehe.
In einer in der SonntagsZeitung veröffentlichten Stellungnahme weist der Ringier-Verlag die Aussagen von Rowe zurück. "Sie stehen in unaufhebbarem Widerspruch zu früheren Erklärungen von Frau Rowe in zahlreichen Medien im In- und Ausland und zu der eidesstattlichen Versicherung, die sie Ringier gegenüber abgegeben hat". Für den Verlag sei deshalb eine juristische Klärung unausweichlich. Borer war Anfang April von seinem Botschafterposten in Berlin abberufen worden, nachdem der Sonntags Blick über die angeblichen sexuellen Kontakte zwischen Rowe und Borer berichtet hatte. Damals hatte Rowe gegenüber dem Blick versichert, dass sie eine Affäre mit dem Botschafter hatte.
Borer erleichtert
Wegen der falschen eidesstattlichen Versicherung droht Rowe laut dem deutschen Blatt nun ein Strafverfahren und eine Gefängnisstrafe wegen Meineids. Am 16. Juli müsse sie sich zudem wegen einer Verleumdungsklage des ehemaligen Botschafters vor Gericht verantworten, schreibt das Blatt weiter.

