Die Zeitungsverlage haben die Zusammenarbeit mit ihrem Lobbyisten im Bundeshaus, Fredy Müller, Anfang des Jahres beendet. Das bestätigt Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse, gegenüber der "Sonntagszeitung". Die Verlage streiten seit 2010 mit der SRG, um deren Werbung im Internet zu verhindern. Zu Müllers Aufgaben habe laut Lebrument die Beobachtung der politischen Stimmung in Bern gehört.
Dieses Engagement sei mittlerweile nicht mehr nötig, weil man zu Jahresbeginn direkte Gespräche mit der SRG sowie den Vertretern des Bundes vereinbart hat. "Wenn man das Privileg eines direkten Kontaktes mit Medienministerin Leuthard hat, muss man nicht mehr in der Wandelhalle lobbyieren", sagt Lebrument. Müller, der zugleich den Branchenverband der Lobbyisten präsidiert, sagt, er wolle nicht öffentlich über seine Mandate reden. (SoZ)

