24.07.2019

Weltwoche

Kunstfälscher gestaltet Sonder-Cover

Zur 1.-August-Ausgabe hinterlässt Wolfgang Beltracchi seine Spuren im ganzen Magazin zudem mit Zeichnungen. Beim Titelmotiv lehne sich Beltracchi an Friedrich Dürrenmatt an: die Schweiz als Labyrinth des Minotaurus.

Schweizer Künstler entwarfen seit einigen Jahren das «Weltwoche»-Cover der Doppelausgabe zum 1. August. Dieses Jahr kommt Wolfgang Beltracchi zum Zug, «der wohl grösste Kunstfälscher der Geschichte», wie ihn die «Weltwoche» nennt. In der Ausgabe wird der Künstler zudem auf zwei Doppelseiten porträtiert.

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Die Zeiten hätten sich aber geändert. Die Zeit der Fälschungen sei endgültig vorbei. Nun wolle Beltracchi lieber etwas eigenes machen. Er selbst habe angeboten, nicht nur das Cover zu entwerfen, sondern gleich im ganzen Blatt mit Zeichnungen seine Spuren zu hinterlassen. Diese wurden von Art Director Daniel Eggspühler im Heft eingebunden.

Beim Titelmotiv lehne sich Beltracchi an Friedrich Dürrenmatt an: die Schweiz als Labyrinth des Minotaurus. Hinter dem Stiermenschen lauere Europa, auch das sei ein Fabelwesen aus der griechischen Mythologie. Der Künstler erklärt in der «Weltwoche»: «Dürrenmatt sah das Labyrinth zugleich als Gefängnis wie als Zufluchtsort. Der Hintergrund, die Fassade, steht für die moderne Schweiz, jene der Banken, der Geschäfte. Für Helene und mich ist die Schweiz definitiv ein Zufluchtsort.» (pd/log)


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