14.06.2011

Ostschweizer Medienpreis

Kurt Felix ausgezeichnet

Ehrenpreis für Lebenswerk erhalten.

Am Dienstagabend wurden in St. Gallen fünf Ostschweizer Medienpreise verliehen. Am Ende der Veranstaltung gab es zudem zum ersten Mal einen Ehrenpreis. Er ging an die in St. Gallen lebende Fernsehlegende Kurt Felix. Der Unterhalter hat mit den Sendungen "Teleboy" und "Verstehen Sie Spass?" im deutschsprachigen Raum Fernsehgeschichte geschrieben. In der Kategorie Pressefotografie gewann Hubertus Hamm (Fotograf, München), in der Kategorie Tagestext ging der Preis an Ida Sandl ("Thurgauer Zeitung") und in der Kategorie Reportage/Hintergrund erhielt Carlos Hanimann ("Saiten") den diesja¨hrigen Medienpreis. Die Fernsehjury schliesslich vergab dieses Jahr gleich zwei Preise. Neben Sereina Venzin (Tele Südostschweiz) wurde Matthias Hüppi (Schweizer Fernsehen) ausgezeichnet. In der Kategorie Radiobeitrag verzichtete die Jury dieses Jahr auf die Vergabe eines Preises.

Der Ostschweizer Medienpreis ist bereits zum elften Mal verliehen worden. Eingereicht wurden insgesamt 157 Arbeiten (gegenüber 154 im Vorjahr), die sich auf fünf Kategorien - Fernsehbeitrag, Pressefotografie, Radiobeitrag, Reportage/Hintergrund und Tagestext - verteilten. Der feierlichen Preisverleihung im Pfalzkeller ging das Grusswort des St. Galler Regierungsrats Benedikt Würth voraus.

Die Preisentscheide in den einzelnen Kategorien:

Ein Ostschweizer Medienpreis verleiht die Fernsehjury Sereina Venzin für ihre Reportage "Zmitzt dinna - Moderation im Nikab", welche im Mai 2010 auf Tele Südostschweiz ausgestrahlt wurde. "Sereina Venzin geht mit Phantasie an die Themenwahl heran. Setzt in der Produktion alle Mittel ein, die ihr zur Verfügung stehen. Kombiniert die Reportage mit Elementen aus dem Studio, setzt die versteckte Kamera ein, wenn sie auf Recherchen geht, arbeitet an der subjektiven Optik, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegt", heisst es in einer Mitteilung der Jury.

"Die Ausdauer in seinem Beruf und seine Fachkenntnis als Fernseh-Sportmensch sind rekordverdächtig und schon deshalb preiswürdig. Matthias Hüppi strahlt eine besondere Eigenschaft aus: sein spürbares Engagement." Mit diesen Worten würdigt Kurt Felix und die Fernsehjury die Arbeit von Matthias Hüppi als "Botschafter der Ostschweiz" beim Schweizer Fernsehen und verleiht ihm den zweiten Ostschweizer Fernseh-Medienpreis.

Hubertus Hamm wird von der Pressefotografie-Jury für seine Arbeit "O Soglio Mio" in der Januar-Ausgabe 2010 des Magazins "Alps - Alpine Lebensart" ausgezeichnet. "Die Aufnahmen von Hubertus Hamm öffnen die Augen für Gegensätze wie für Korrespondenzen zwischen Natur und Architektur, aber auch zwischen Tradition und Moderne, wenn alte Trockenmauern auf Beton stossen und sich harmonisch ins Ganze fügen."

Die Wahl des Preisträgers in der Kategorie Reportage/Hintergrund fiel der Jury dieses Jahr nicht schwer: "Carlos Hanimanns Reportage überzeugte alle Jurymitglieder von Anfang an durch und durch. Hanimanns Schreibstil ist dicht, zupackend, atemlos und von einer Dynamik, die magisch in das Geschehen hineinzieht. Authentizität und Eindringlichkeit der Geschichte werden durch eine Sprache gesteigert, die ohne Anbiederung Atmosphäre schafft. Form und Inhalt stimmen vollkommen überein." Die Reportage "Auf dem Aff - Eine Jugend in der St. Galler Drogenszene" von Carlos Hanimann erschien im Januar 2010 im Ostschweizer Kulturmagazin Saiten.

Es gibt sie noch, die guten Kolumnen. Eine wurde dieses Jahr von der Jury als bester Tagestext gewürdigt. "Maria und der Papst", geschrieben von Ida Sandl, erschienen am 29. Mai 2010 in der "Thurgauer Zeitung". "Ida Sandl weiss, was die Menschen im Einzugsgebiet der "Thurgauer Zeitung" interessiert und umtreibt. Meistens ist es gar nicht "die grosse Politik" - es sind vielmehr die kleinen Eskapaden der nahen wie auch weiter entfernten Nachbarschaft."

Die preisgekrönten Arbeiten, die Würdigungen der Jurys und die Porträts der Preisträger finden sich in der Medienpreis-Broschüre, die am Dienstag veröffentlicht wurde und unentgeltlich bei der Stiftung Ostschweizer Medienpreis info@medienpreis-ostschweiz.ch bezogen werden kann. Auch im Internet (www.medienpreis-ostschweiz.ch) sind die Arbeiten seit Dienstagabend einsehbar.


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