In der Schweiz soll ein neues Kompetenzzentrum für journalistische Recherche entstehen. Gemeinsam mit der Schweizer Journalistenschule MAZ will der Verein "investigativ.ch" seine bisherigen Aktivitäten ausbauen. Profitieren sollen vor allem Lokalzeitungen und regionale Medien.
Die neue Plattform für Lokaljournalismus soll Wissen, Ideen und Rechercheansätze für Stories vermitteln. Dabei werden die bestehenden Plattformen "investigativ.ch" und "Öffentlichkeitsgesetz.ch" unter ein Dach kommen und von einer Geschäftsstelle betrieben. Eine Anschubfinanzierung für das Projekt habe die Stiftung für Medienvielfalt zugesagt, teilten MAZ, "investigativ.ch" und "Öffentlickeitsgesetz.ch" am Donnerstag in einem gemeinsamen Communiqué mit. Der Verein finanziert bereits die Basler "TagesWoche" oder das Berner Onlinemagazin "Journal B" mit. Das Recherche-Kompetenzzentrum soll dauerhaft von Schweizer Verlagen und weiteren Sponsoren getragen werden.
Schon heute betreibt der Verein "investigativ.ch" einen Recherche-Info-Pool, der sich mehrheitlich an national arbeitende Journalisten richtet, persoenlich.com berichtete. Seit der Gründung haben sich gegen 100 Medienschaffende dem Verein angeschlossen. So soll ein nationales Recherche-Netzwerk entstehen, von dem von Lokaljournalisten bis zu spezialisierten Wirtschaftsjournalisten alle profitieren können. Eine von zwei Personen betriebene Geschäftsstelle soll die Aktivitäten des Recherche-Zentrums bündeln.
Unter dem Dach der Geschäftsstelle soll auch die Internetseite "Öffentlichkeitsgesetz.ch" betrieben werden. Der gleichnamige Verein engagiert sich für eine gute Umsetzung der Schweizer Öffentlichkeitsgesetze. Die neue Internetplattform für Lokaljournalismus entwickelt "investigativ.ch" gemeinsam mit dem MAZ. Die Seite soll im kommenden Jahr aufgeschaltet werden. Das Projekt wolle einen Kultur- und Wertewandel im Journalismus fördern, heisst es. (sda/dpa)

