25.06.2008

Ulrich Tilgner

Lob für SF-Berichterstattung

Korrespondent beklagt Qualitätsverlust beim deutschen Fernsehen.

Als Sonderkorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten berichtet Ulrich Tilgner seit dem 1. April vermehrt für das Schweizer Fernsehen. Seinen Vertrag mit ZDF hat er aufgelöst, da er sich in Deutschland in seiner Berichterstattung zunehmend eingeschränkt fühlte ("persoenlich.com" berichtete). Im Gespräch mit "TVStar" äussert sich Tilgner positiv über das Schweizer Fernsehen. Der Sender setze bisher viel stärker auf Hintergrundjournalismus als dies bei ZDF der Fall sei, bestätigt er gegenüber dem TV-Magazin.

Tilgner stellt allerdings auch beim Schweizer Fernsehen fest, dass die Beiträge kürzer werden. Man habe immer weniger Zeit für Tiefe, sagt er gegenüber "TV-Star". Verglichen mit deutschen Sendern gehe diese Entwicklung aber langsamer voran. Bis diese Tendenz auch das Schweizer Fernsehen eingeholt habe, werde er wohl ohnehin nicht mehr berichten. Journalismus werde immer schlechter, so die pessimistische Eisnchätzung des Deutschen. Statt auf Regionen spezialisierte Leute, würden heute alle alles schreiben.


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