03.07.2008

USA

"Los Angeles Times" streicht 250 Stellen

Rabenschwarze Woche für die US-Zeitungsbranche.

In den USA akzentuiert sich die Zeitungskrise. Jüngstes Opfer ist die "Los Angeles Times": Das Traditionsblatt muss aufgrund sinkender Werbeeinnahmen 250 Stellen abbauen, davon 150 in der Redaktion. Dies berichtet die "Financial Times".

Der Aderlass geht einher mit einer Schrumpfung des Umfangs: Die Zeitung werde neben dem Abbau von Arbeitsplätzen auch weniger Seiten pro Woche produzieren, erklärte Chefredaktor Russ Stanton am Mittwoch. Er begründete die drastischen Sparmassnahmen damit, dass die zusätzlichen Einnahmen im Internet die Werbeverluste der Printausgabe nicht wettmachen würden.

Die Printbranche hat in den USA eine rabenschwarze Woche hinter sich: Zuletzt haben mehrere US-Zeitungen den Abbau von insgesamt 900 Stellen angekündigt. Paradox: Die meisten Zeitungstitel erreichen dank dem Internet eine grösssere Reichweite als früher. So besitzt etwa die krisengeschüttelte "Los Angeles Times" heute mehr Leser als je zuvor. Nur sprudeln die Werbegelder im Internet nicht so reichlich wie früher im Printmedium.


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