31.07.2015

Helvezin

Magazin gegen Populismus und politische Blockade

«Taufrede» von Tages-Anzeiger-Redaktor Constantin Seibt in der ersten Ausgabe.
Helvezin: Magazin gegen Populismus und politische Blockade

Viel wird in diesen Tagen über die Zerrissenheit der Schweiz geschrieben. Das pünktlich auf den 1. August hin lancierte Magazin «Helvezin» will dazu beitragen, Gräben und Gesinnungsklüfte zu überbrücken. Die Schweiz laufe Gefahr, durch gehässige politische Auseinandersetzungen blockiert in die nahe Zukunft zu schreiten. Speziell seit Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative werde der Kulturkampf zwischen progressiven und traditionalistischen Kreisen verbissen wie nie geführt, heisst es auf der Helvezin-Webseite.

Feste Redaktion und Freie arbeiten mit
 
Dabei gehe mehr und mehr vergessen, dass die Schweiz ein friedlicher Ort sei, weil viele Konsens, Dialog und Respekt achteten. Dafür wollen sich die Initianten mit «fundierten, ausgewogenen und transparenten Inhalten» einsetzen. Getragen wird das Magazin von einem Verein. Um die Meinungsvielfalt der Publikation zu garantieren, können dessen Mitglieder Einfluss auf den Inhalt nehmen. Für die Inhalte sind aber letztlich eine Redaktion respektive wechselnde freie Mitarbeiter zuständig.
 
Helvezin wird finanziert durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Anzeigen. Geplant sind sechs bis zwölf Ausgaben pro Jahr in einer Auflage von 50'000 bis 100'000 Exemplaren. Die Magazine sollen in deutscher, französischer und italienischer Sprache erscheinen. Der grösste Teil der Auflage wird an Vereinsmitglieder abgegeben oder kostenlos verteilt.
 
66 Seiten starke Ausgabe
 
Die erste reguläre Ausgabe erscheint 2016. Am Freitag ist vorerst die Null-Nummer aufgelegt worden. Im Editorial fordert Initiant und Herausgeber Beni Lehmann (vgl. Bild oben) «Pessimisten und Bremser» auf, zur Seite zu treten. Nie würden sich alle alle einig sein. Darum werde in Helvezin Bürgersinn, Engagement und Zuversicht an den Tag gelegt.
 
 
Weiter enthält die erste Ausgabe eine «Taufrede» von Tages-Anzeiger-Redaktor Constantin Seibt, ein Doppelinterview mit Komiker Peach Weber und dem Unternehmer Guido Fluri oder eine Kolumne von Moderatorin Andrea Jansen. Obwohl Helvezin politisch neutral ist, überwiegen in der 66-seitigen Null-Nummer Stimmen und Themen von links der Mitte. (sda)
 
Bilder: Keystone

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