07.02.2013

"Blick"

"Man muss auch in Bern über den "Blick" sprechen"

Interview mit der neuen Chefredaktorin Andrea Bleicher.
"Blick": "Man muss auch in Bern über den "Blick" sprechen"

Frau Bleicher, herzliche Gratulation, Sie übernehmen ad interim die Chefredaktion vom "Blick". Wie erleben Sie die ersten Stunden in der neuen Funktion?
Vielen Dank. Es war viel los, viele Leute haben mir gratuliert. Ich wusste gar nicht, dass ich so viele Leute kenne. 

Was war Ihre erste Amtshandlung?
Ich habe die 10 Uhr Konferenz geleitet

Sie sind ab sofort im Einsatz. Der "Blick" vom Freitag liegt bereits in Ihrer Hand. Was wird sich verändern? Wo möchten Sie hin mit dem Boulevard-Blatt?
Grundsätzlich hat mir der Blick, den Ralph Grosse-Bley gemacht hat, gefallen. Darum sehe ich keinen Grund, sofort viel zu verändern. Aber grundsätzlich möchte ich mit den Themen, die der Blick setzt, mehr Durchschlagskraft erzielen und auch vermehrt gesellschaftspolitische Debatten führen. Man muss über den Blick sprechen. Auch in Bern.  

Sie sind die erste Frau an der Spitze vom "Blick". Inwiefern wird die Zeitung weiblicher?
Frauen sehen gewisse Themen sicher anders als Männer. Zum Beispiel die Brüderle-Debatte. Das wird sich auch in der Zeitung niederschlagen. Aber ich mache die Zeitung nicht alleine und nicht nur für mich selbst. 

Gleichzeitig mit Ralph Grosse-Bley geht auch Clemens Studer. Er war wie Sie selber stv. Chefredaktor. Wer wird Ihre Stellvertretung übernehmen?
Das ist noch offen. Urs Helbling ist vorübergehend vom "Blick am Abend" zum "Blick" gewechselt und hilft als Blattmacher aus. 

Auf was für eine Chefin trifft Ihr Team?
Ich bin grundgutlaunig, kritisch, engagiert und interessiert.

Interview: Corinne Bauer


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