Nach sechs Jahren bei Ringier verabschiedet sich Marc Fischer in die Selbständigkeit. Wie der 40-Jährige gegenüber "persoenlich.com" sagt, habe er gemerkt, dass ein Anstellungsverhältnis nicht nur Vorteile mit sich bringt. "Klar, jeden Monat wird der Lohn automatisch aufs Konto überwiesen. Und der Arbeitgeber beteiligt sich an der beruflichen Vorsorge. Mit zunehmender Erfahrung will man aber auch selber Projekte umsetzen, und wenn man nicht in einer Entscheidungsposition ist, geht das in einem Anstellungsverhältnis nur schwer. Man kann zwar mitdiskutieren, aber entscheiden tun andere."
Zusammen mit seinem cash-Arbeitskollegen Anton Ladner will Fischer deshalb in Zukunft seine eigene Firma gründen. Der Projektname lautet CapitalLink und wird möglicherweise auch gleich der neue Firmenname sein. Die Domain sei bereits reserviert. Die beiden Kollegen wollen drei Dienstleistungen anbieten. Das erste Angebot sei ein Second-Opinion-Dienst: "Verunsicherte Anleger können bei uns zu Investitionsfragen schnell und unkompliziert einen zweiten Rat finden, ohne sich neu verpflichten zu müssen." Die unabhängige zweite Meinung sei in der Medizin oder im Bauwesen bereits stark verbreitet, nicht aber im Private Banking. Auch würden die beiden Wirtschaftsprofis unabhängige Bewertungsgutachten verfassen. Die zweite Säule sei das zielorientierte Schreiben von Finanzpublikationen für Institute. Und drittens will man für kleinere und grössere Finanzdienstleister auch Videoproduktionen anbieten.

