04.06.2013

NZZ

Markus Felber geht nach 19 Jahren

Langjähriger Bundesgerichtskorrespondent verabschiedet sich in Frühpension.
NZZ: Markus Felber geht nach 19 Jahren

Markus Felber, der 19 Jahre lang NZZ-Bundesgerichtskorrespondent war, hört Ende Monat auf. Wie MAZ-Studienleiter Dominique Strebel auf seinem Blog schreibt, wird die 100-Prozent-Stelle von Felber (fel.) durch eine feste 75-Prozent-Stelle und zusätzliche Stellvertretungen besetzt. "Es ist zu hoffen, dass damit kein Abbau der Berichterstattung verbunden ist und die NZZ nicht ohne Not ihren einzigartigen Marktvorteil aus der Hand gibt. Viele Juristen zählen auf die NZZ, wenn es darum geht, flächendeckend und in zuverlässiger Triage über die wichtigen Entscheide des Bundesgerichts informiert zu sein. Hoffentlich pflegt die alte Tante ihre mehr als 100-jährige Tradition sorgfältig weiter", schreibt Strebel.

Warum kam es zu einer Frühpensionierung? Hat man die Nachfolge bereits geregelt? Markus Felber selber wollte gegenüber persoenlich.com keine Stellung nehmen, derweil eine Anfrage bei der NZZ einige Zusatzinformationen einbrachte. "Die NZZ und Markus Felber sind in gutem Einvernehmen übereingekommen, dass mit Blick auf seine Pensionierung und eine zeitgerechte Neuorganisation der Bundesgerichtsberichterstattung ab Sommer Frau Katharina Fontana neu für das Dossier zuständig ist“, so die Antwort von Bettina Schibli gegenüber persoenlich.com. Wie die NZZ-Sprecherin weiter sagt, soll Felber aber der "Neuen Zürcher Zeitung", bzw. der "NZZ am Sonntag", als Autor erhalten bleiben. Und mit Blick auf die geäusserten Bedenken um eine ebenbürtige Nachfolge, sagt Schibli: "Frau Fontana ist ebenfalls Juristin und als langjährige Bundeshauskorrespondentin und profunde Kennerin diverser Dossiers bestens für die neue Aufgabe qualifiziert."

Markus Felber gelangte er auf dem Umweg über Theologie und Philosophie zum Journalismus. In der Folge nahm er berufsbegleitend das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich auf, das er mit dem Lizenziat abschloss. Er übernahm für Tageszeitungen sowie zeitweise für Radio DRS die Berichterstattung aus dem Bundesgericht, später für die NZZ. (as/eh)



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