Sind Medienprofessoren die Theologen der heutigen Zeit? Dieser Frage geht Christian Mensch in einem Kommentar der Baz nach. Ausgangspunkt sind -- natürlich -- die Ereignisse in Rom. Die Theologen würden zwar in den Medien erklären, dass die Gesellschaft doch nicht so säkular geworden sei, wie man vielleicht geglaubt habe. Wie sich die neue säkulare Volksfrömmigkeit auf allen Fernsehkanälen und auf hunderten von Zeitungsseiten manifestiere, werde aber nicht von Theologen, sondern von Kommunikations- und Medienwissenschaftlern erklärt.
Mensch stellt einen Wandel auch an den Schweizer Universitäten fest. So sind an den theologischen Fakultäten noch 1500 Studierende eingeschrieben, jedoch 7000 Studierende bei den Kommuniktions- und Medienwissenschaften. Bei den universitären Strukturen hinke man dem Wandel aber hinterher. So würden 90 Professoren (einer für 17 Studierende) Theologie lehren, aber nur 30 Professoren (einer für 223 Studierende) Medienwissenschaften.
Theologen sollen Lehrstühle abtreten

