Fast die Hälfte der Sendezeit aller SRG-Fernsehkanäle, insgesamt 28'371 Stunden, sind im vergangenen Jahr untertitelt worden. Für sehbehinderte Menschen wurden 112 Sendungen mit Audiodeskriptionen versehen - elf mehr als im Vorjahr.
Möglich wurde dies dank einem verstärken Austausch mit Sendern aus den deutschsprachigen Nachbarländern, wie die SRG am Freitag mitteilte. In der Westschweiz erhöhte sich die Zahl der Sendungen mit Kommentar für Blinde von 45 auf 52. Im Tessin wurden wie im vergangenen Jahr 24 Sendungen kommentiert.
Für hörbehinderte Menschen wurde 49,1 Prozent der Sendezeit untertitelt - 5,8 Prozent mehr als 2013. Neu sind Untertitel auch im im Internet abrufbar. In der Deutschschweiz übersetzt SRF für Gehörlose täglich die Hauptausgabe der Tagesschau parallel in Gebärdensprache auf SRF info. Auch die Ansprachen der Bundesräte sowie der Kassensturz gehen in Gebärdensprache über den Sender.
In der Westschweiz strahlt RTS die Tagesschau-Hauptausgabe parallel in Gebärdensprache auf RTS Deux aus. Diese Sendung wurde auch in den Wiederholungen während der Nacht mit Gebärdensprache gezeigt. Im Tessin versieht RSI das tägliche Telegiornale flash um 18 Uhr mit Gebärdensprache.
In der Schweiz bietet diesen Service für sinnesbehinderte Menschen einzig die SRG an. "Diese Leistungen sind nur dank der Finanzierung über die Radio- und Fernsehgebühren möglich", teilte die SRG weiter mit. Mit ihrem Angebot setzt die SRG eine Vereinbarung um, die sie 2012 mit den Verbänden der Sinnesbehinderten getroffen hatte. (sda)
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