comedia und SVJ erheben harsche Vorwürfe gegen die Metro Schweiz AG. Die Herausgeberin der Mitte Februar eingestellten Pendlerzeitung Metropol drücke sich vor ihrer sozialen Verantwortung, wie es in einer entsprechenden gemeinsamen Stellungnahme heisst. Sie behandle ihre ehemaligen Mitarbeitenden "unsozial, höchst fragwürdig und kleinlich". Ebenfalls moniert wird, dass die Belegschaft bis zum Schliessungstag im Glauben gelassen worden sei, Metropol Zürich sei nicht gefährdet.
Umgehend nach der Schliessung hatte die Belegschaft mit der Unterstützung von comedia und SVJ von der Geschäftsleitung einen Sozialplan verlangt, der kollektive Lösungen bereitstellen sowie Notsituationen und Härtefälle vermeiden sollte. Die Zürcher Geschäftsleitung habe sich anfänglich gesprächsbereit gezeigt, schloss einen Sozialplan nicht aus, bat aber um Rücksprache mit dem Mutterhaus in London, wie es weiter heisst. Eine Woche später sei dann aber die Ernüchterung erfolgt: Finanzielle Probleme vorschiebend habe sich die Geschäftsleitung auf eine rechtliche Minimalposition zurückgezogen und nun jeglichen Sozialplan ausgeschlossen. "Alles deutet darauf hin, dass die Geschäftsleitung und das Mutterhaus hier zu Lasten der Mitarbeitenden die Liquidationskosten minimieren will", so das Fazit von comedia und SVJ.

