17.04.2012

10vor10

Mimische Betroffenheit der Moderatoren stört

Publikumsräte stellen Tendenz fest.

Die Stärke der Sendung sieht der Publikumsrat vor allem in der vertieften Information sowie im eigenen Zugang zu einem Thema. Damit könne sich "10vor10" von der "Tagesschau" abgrenzen. Vor allem Hintergrundberichte, die losgelöst von der Tagesaktualität produziert werden, finden beim Publikumsrat Anklang. Als Beispiel wird die Serie über Japan zum Jahrestag von Fukushima genannt. Beiträge wie diese verliehen der Sendung ihr Profil, sind sich die Ratsmitglieder einig.

Bei tagesaktuellen Themen und besonderen Ereignissen gelinge "10vor10" die Vertiefung sowie die Abgrenzung zur "Tagesschau" weniger gut. Es bestehe oft die Gefahr der Wiederholung, so der Publikumsrat. Als sehr wertvoll betrachten die Ratsmitglieder die Analysen und Einschätzungen der Korrespondentinnen und Korrespondenten. Auch das Beiziehen von Expertinnen und Experten kommt im Rat gut an. Allerdings kämen oft die gleichen Personen zum Zug.

Die Moderation schneidet in der Beobachtung des Publikumsrats insgesamt gut ab. Die beiden Moderatorinnen und der Moderator führten verständlich und professionell durch die Sendung. Einige Ratsmitglieder stören sich jedoch an der Tendenz, mit Mimik und Sprache Betroffenheit und Emotionalität schaffen zu wollen. Insgesamt sei die Sendung "10vor10" gut gemacht, ausgewogen und fair, findet der Publikumsrat. Lob gibt es auch für den Einsatz der Grafiken. Diese würden viel zur Verständlichkeit beitragen.


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