Schweizer Radio DRS wird bis Ende 2008 fünf Stunden Volksmusik pro Woche auf DRS 1 ausstrahlen. Dies sagt Radiodirektor Walter Rüegg in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Der Bundesrat hatte die SRG vor wenigen Wochen verpflichtet, künftig weiterhin Volksmusik auf UKW zu senden. Er korrigierte damit einen Entscheid von Schweizer Radio DRS, dass Volksmusik ab Februar 2008 nur noch auf DRS Musigwälle gespielt werden sollte.
Rüegg zeigt sich mit dem Start von DRS 4 News sehr zufrieden: "Die Qualität ist gut, und ich bin überrascht von den Hörerzahlen. Bereits am ersten Tag hörten 100'000 zu. Und es werden noch mehr", so der Radiodirektor. Spekulationen, wonach Sendungen wie "Echo der Zeit" in Gefahr seien, weil die Redaktionen auch News für DRS 4 liefern müssten, nennt Rüegg "nichts als eine Befürchtung". Natürlich gebe es in Gründungphasen Stress und Nervosität. An manchen Arbeitsorten sei die Arbeitsbelastung gestiegen. "Wir sind daran mit den Teams zu reden und uns ein Bild davon zu machen", erklärt Rüegg.
Der 60-Jährige gibt im Gespräch mit der SonntagsZeitung bekannt, dass er im Juni 2009 das Chef-Amt abgeben will. "Müde bin ich noch nicht. Aber es sind gute Leute da, und ich will nach zehn Jahren auf dem Posten nicht am Sessel kleben." Rüegg findet, es wäre an der Zeit, dass eine Frau seine Nachfolge übernimmt.

