Wie die "Bilanz" in der zehnten Ausgabe vom 16. Mai schreibt, wird Miriam Meckel im Oktober für einige Tage als Chefredaktorin des "Tages-Anzeigers" fungieren. Die ehemalige TV-Journalistin wird den Sessel mit Res Strehle tauschen. Vor einigen Wochen wurde noch gemutmasst, dass PR-Spezialistin und Kommunikationswissenschaftlerin Meckel neue Chefredaktorin des deutschen "Spiegel" werde (persoenlich.com berichtete). Wie kurz danach bekannt wurde, wurde dieser Posten Wolfgang Büchner zuteil.
Ihr Einsatz bei der Zürcher Tageszeitung findet während der Integration von Print und Online statt. Meckel warnt bekanntlich "vor der Allmacht der Digitalisierung". Wie das Blatt unter Meckels Fitichen gestaltet wird, ist noch nicht bekannt. Im Gegenzug wird Strehle eine Woche lang an der Universität St. Gallen als Dozent auftreten. Wie Strehle im April gegenüber "Infosperber" meinte, sieht er den Jobwechsel als "praktischer Ausblick auf eine neue Berufsperspektive", falls er irgendwann den "Tages-Anzeiger" verlassen sollte.
Entstanden war die Idee im Rahmen der "Brückenschlag-Tagung" in Solothurn, bei der Medienschaffende - vom Wissenschaftler, über Verleger zu Redaktor - über Verbesserungsmöglichkeiten der Kommunikation zwischen Medien und Medienwissenschaft diskutierten. (lf)
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