06.03.2012

RTS

Mitarbeiter besorgt über neuen GAV

Auch Gewerkschaft bemängelt Vertrag.

Rund 250 Mitarbeitende von Radio Télévision Suisse (RTS) haben am Dienstagmittag an Versammlungen vor dem Radiostudio in Lausanne und vor den TV-Studios in Genf teilgenommen. Sie kritisierten die Änderungen, welche die Direktion in den Gesamtarbeitsvertrag für 2013 einbauen will. Aufgerufen zu der Aktion hatte das Syndikat Schweizer Medienschaffender (SSM). Es stünden wichtige zweitägige Verhandlungen bevor, sagte SSM-Vertreterin Valérie Perrin der Nachrichtenagentur sda. In Lausanne seien rund 100 Leute dem Aufruf gefolgt und in Genf rund 150. Der geplante neue GAV enthalte viele Mängel, kritisiert die Gewerkschaft. Die SSR wolle sparen, indem sie die Flexibilität des gesamten Personals erhöhen und gleichzeitig die Löhne senken wolle. Auch sei es inakzeptabel, dass die Pensionskasse vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat wechsle. Die Aktion wird unterstützt vom Waadtländer Gewerkschaftsbund und den Mediengewerkschaften Impressum und Syndicom. Letztere hielt fest, bei der SSR handle es sich schliesslich nicht um ein gewöhnliches Unternehmen auf dem freien Markt, sondern um eine nicht-gewinnorientierte Arbeitgeberin. (sda)


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