06.09.2013

Spiegel

Mitarbeiter-KG wirft "faulen Kompromiss" vor

Redaktion ist gegen den Entscheid um Nikolaus Blome.

Das Gerangel um die Chefredaktion beim "Spiegel" geht weiter: Nachdem Nikolaus Blome zum "Mitglied der Chefredaktion" und Leiter des Berliner Büros des Nachrichtenmagazins gewählt wurde, gehen nun mehr als 160 Mitarbeitende auf die Mitarbeiter-Kommanditgesellschaft (KG) los.

Diese sei mit der Entscheidung Blome in genannter Position zu holen, einen "faulen Kompromiss" eingegangen. Die KG habe unter der Vertretung von Marianne Wellershof und Gunther Latsch den Willen sämtlicher Ressortleiter untergraben – diese hatten sich nämlich gegen Blome ausgesprochen (persoenlich.com berichtete). Mit den 160 gesammelten Unterschriften entziehen die Mitarbeitenden Wellershof und Latsch das Vertrauen.

"Um die KG formal abzusetzen, bedürfe es der schriftlichen Erklärung von zwei Drittel aller rund 800 stillen Teilhaber, darunter viele Verlagsangestellte“, zitiert der Mediendienst kress die "Berliner Zeitung". Abzuwarten sei, ob die beiden Vertreter freiwillig zurücktreten. Mitte September findet eine Gesellschaftsversammlung statt. Eine Neuwahl würde jdoch nichts - so heisst es weiter - an der Tatsache ändern, dass Wolfgang Büchner der neue Chefredaktor ist und Blome in der bestätigten Position sein wird. (lf)


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