27.09.2019

CH Media

Moderatorin Maria Rodriguez verlässt TeleZüri

Nach 15 Jahren ist Schluss: Die 45-Jährige wechselt in die Kommunikation des Zürcher Stadtspitals Waid und Triemli. «Im neuen Job steht das Äussere nicht mehr im Vordergrund», so Rodriguez.
CH Media: Moderatorin Maria Rodriguez verlässt TeleZüri
«Ich habe die Chance gepackt und wage etwas Neues», so Moderatorin Maria Rodriguez. (Bild: TeleZüri)
von Christian Beck

Seit 2004 ist Maria Rodriguez eines der Aushängeschilder von TeleZüri. In dieser Zeit war sie nicht nur Newsmoderatorin, sondern auch Videojournalistin, Produzentin, Inputerin und Moderation des «SommerTalks». Dieses Kapitel geht Ende November zu Ende. Im Dezember startet Rodriguez als Verantwortliche externe Kommunikation beim Zürcher Stadtspital Waid und Triemli.

«Mich reizen die Kommunikationsarbeit im Hintergrund und ein völlig neues Arbeitsgebiet», sagt Rodriguez auf Anfrage von persoenlich.com. Für das Gesundheitswesen habe sie sich schon immer interessiert. «Nun bin ich nicht mehr die, die darüber berichtet, ich bin direkt an der Quelle.» Als Newsjournalistin- und Moderatorin sei der tägliche Themenmix zwar sehr abwechslungsreich gewesen. Sie freue sich nun aber auf die thematische Vertiefung in einem konkreten Gebiet. «Das Team im Stadtspital Triemli und Waid ist im Aufbau. Hier mitzuwirken und die öffentliche Wahrnehmung des Spitals mitzugestalten, ohne selber im Rampenlicht zu stehen, darauf freue ich mich sehr», so die 45-Jährige.

Begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten

Den Ausschlag für den Wechsel hätte das in den nächsten Tagen anstehende 15-Jahr-Arbeitsjubiläum bei TeleZüri gegeben. «TeleZüri ist ein Arbeitgeber mit für mich begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten. Das liegt nicht an den Verantwortlichen, sondern an der Grösse des Senders», so Rodriguez. «Ich bin dankbar, konnte ich alle Funktionen ausüben, die ich mir wünschte, und auch dafür, dass mir meine Vorgesetzten immer vertrauten.» Auch wenn sie ihren Job immer noch liebe: «In mir herrschte plötzlich Aufbruchsstimmung.» Die neue Stelle hätte sich mit ihren Bedürfnissen und Wünschen gedeckt. «Als Moderatorin schöpfe ich einen kleinen Teil meines Könnens aus. Häufig werde ich anhand meiner Frisur oder meiner Kleiderwahl beurteilt», so Rodriguez. «Im neuen Job steht das Äussere nicht mehr im Vordergrund. Zudem bin ich auch dankbar – nach 20 Jahren im Newsjournalismus –, weniger am Wochenende und an den Feiertagen zu arbeiten.»

Noch bleiben zwei Monate beim Zürcher Regionalsender. Vermissen werde Rodriguez danach unter anderem «das starke Teamgefühl». «Egal wie ernst und streng der Tag war – oder wie ungewiss und stressig die Situation: Ich habe selten einen solchen Zusammenhalt gesehen wie bei TeleZüri. Es ist familiär, freundschaftlich und gleichzeitig sehr produktiv», so die zweifache Mutter. «Ein heterogener Haufen Menschen – urban, ländlich, jung und alt, mit einem einzigen gemeinsamen Teamgeist.»

Rodriguez stiess zu TeleZüri als Nachfolgerin von Anna Maier (persoenlich.com berichtete). Zuvor war sie bei Radio Z/Energy Zürich, Sputnik-TV, Star TV und TV 3 tätig. Von 2008 bis 2010 war Rodriguez parallel zu TeleZüri auch Online-Redaktorin bei Tagesanzeiger.ch/Newsnetz im Ressort Zürich. Sie hat ein abgeschlossenes Studium in Romanistik und Publizistik und hat den Nachdiplomkurs Corporate Communications am SPRI/HWZ absolviert. Rodriguez spricht sieben Sprachen, vier davon fliessend.

Ihre Nachfolge ist noch nicht bekannt. «Der Prozess der Nachfolgeregelung läuft. Wir informieren, sobald feststeht, wer auf Maria Rodriguez folgen wird», so Markus Gilli, Chefredaktor TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn, zu persoenlich.com.



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Kommentare

  • Victor Brunner, 27.09.2019 09:44 Uhr
    Dank guten Verbindungen ins Stadthaus an die sicheren Honigtöpfe der SteuerzahlerInnen. Jahrelang abgeladen und dann verantwortlich für Kommunikation, wie geht das?

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