16.05.2013

SRG

Natalie Rickli verlangt stärkere Mitwirkungsrechte des Publikums

Mitsprache ohne kostenpflichtige Mitgliedschaft.

Das Publikum der SRG-Fernseh- und -Radioprogramme soll mehr Mitsprache erhalten. Der Bundesrat ist bereit, zu einer entsprechenden Forderung aus dem Nationalrat einen Bericht mit Vorschlägen zu erarbeiten.

Zwar soll bald die ganze Bevölkerung Radio- und Fernsehgebühren bezahlen, sich direkt zum Programm äussern kann jedoch nur, wer der SRG-Trägerschaft angehört. Dies bedingt allerdings die Mitgliedschaft in einer Regionalgesellschaft der SRG, was mindestens 50 Franken kostet. Daran stört sich SVP-Nationalrätin Natalie Rickli (ZH).
 
Sie verlangt in einem Postulat, dass die Mitwirkungsrechte am Service public der SRG gestärkt werden sollen. "Wenn die Gebührenzahler schon für ein Programm bezahlen müssen, sollen sie auch mitreden können und zwar kostenlos", hält sie fest. Der Bundesrat solle Möglichkeiten dazu prüfen.
 
Damit zeigt sich die Regierung einverstanden, wie sie in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss schreibt. Die SRG biete dem Publikum schon heute eine Plattform zur Kritik und für Verbesserungsvorschläge, hält der Bundesrat fest. Diese sollte aber nicht mit der Mitgliedschaft in der Trägerschaft zusammenhängen. Derzeit prüfe die SRG auch selbst eine Öffnung der Plattform. (sda)

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